Wir hatten jetzt mal wieder Zeit in Ruhe die Insel zu runden. Die
für uns schönsten Ecken befinden sich
im südlichen Teil. Ab der Baie Hotopuu im Südosten, von wo aus man das
UNESCO Weltkulturerbe Taptapuatea besuchen kann, beginnt der von Seglern
oftmals vernachlässigte Teil der Insel.

Beim Motu Nao Nao, neben dem gleichnamigen Pass, befindet sich eine
Ankermöglichkeit auf Sandgrund ohne Korallen. Leider ist der Zutritt auf
die Insel durch mehrere „Tapu“ Schilder untersagt. Es befindet sich eine
nicht mehr benützte Landebahn darauf, die vom damaligen
amerikanischen Besitzer angelegt wurde. Aktuell steht diese Insel zum
Verkauf, wird aber noch bewacht.
Vis a vis, beim Motu Haaio, gibt es 4 Bojen zum Festmachen.
Ein sehr gut geschützter Platz, vor allem bei Ostwind.

Motu Haaio

Das kleine, 43 Meter hohe Motu kann man erklimmen, allerdings etwas
mühsam durchs Dickicht. Dafür wird man mit einem tollen Blick belohnt.
Im Ort Fetuna kann man Basics in einem Mini – Supermarkt erstehen.
Dinghyanlegemöglichkeit an einem Steg.

Wir runden den südlichsten Punkt der Insel, segeln durch gut betonntes
Fahrwasser im Türkis der Lagune und erreichen nach 8 Seemeilen eine weitere
Übernachtungsmöglichkeit, beim Motu Toamaro.

Hier gibt es wieder 2 Bojen oder man kann auf Sandgrund ankern. Das
Restaurant „Fare Vai“, geöffnet Mittwoch bis Sonntag hat auch einen
Holzsteg zum Anlegen mit dem Dinghy.

Aufpassen bei Winden aus dem östlichen Quadranten ab 15
Knoten. Durch den Berg Tefatoaiti, der immerhin 1017 Meter hoch ist,
entstehen dann schon mal locker Fallwinde an und über 30 Knoten, die das Liegen hier unbequem machen können.

Jetzt müssen wir aber den Pass hinaus, da es innerhalb der Lagune in Richtung
Norden zu seicht für uns wird.
Mit dem Dinghy käme man aber noch weiter. Nach 6
Seemeilen geht es durch den Pass Miri Miri wieder in den Schutz der
Lagune zurück. Das Motu Tahunaoe lassen wir Backbord liegen und segeln
weiter um uns einen Ankerplatz vor der Carenage zu suchen oder auch an
einer freien Boje festzumachen.

Uturoa

Von hier aus kann man mit dem Beiboot ans
Dinghydock in der Marina Apooiti fahren und bei „Julien“, einem kleinen
Supermarkt an der Straße Richtung Uturoa, Basics einkaufen.
Morgens hat er sogar eine überraschend große Auswahl an Mehlspeisen.
Bier gibt es übrigens auch. Viele Charterer erledigen hier die
„Erstversorgung“.

Man könnte auch per Anhalter nach Uturoa fahren, das etwa 5 km entfernt liegt.

Die Hauptstadt mit knapp 12 000 Einwohnern. Ärzten, einer
Klinik, mehrere Supermärkte, eine Markthalle und viele Möglichkeiten seinen
Hunger und Durst zu stillen. Uturoa ist das Zentrum aller Leewards
Islands.

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